Schullust statt Schulfrust wird am Dörpsweg auch durch bewegtes Lernen gefördert.
Lernen in der Schule wird weithin mit Stillsitzen in Verbindung gebracht. Das Klassenzimmer ist ein Sitzraum, Bewegung darin wird vielfach als Unruhe bzw. Störung wahrgenommen. Nähme Bewegung im außerschulischen Alltag von Schülerinnen und Schülern einen nennenswerten Zeitraum ein, läge hierin kein besonderes Problem. Einer Studie zufolge bewegen sich Kinder heute jedoch vielfach maximal eine Stunde am Tag: zu wenig, um das Gehirn – das menschliche Denk- und Lernorgan – ausreichend mit Sauerstoff zu versorgen. Es drohen Aufmerksamkeitsstörungen, Müdigkeit, Unlustgefühle, Schulfrust.

Bewegung in der Schule ist heute deshalb elementar. Sie fördert die Lernmotivation und zählt damit zu den Gelingensbedingungen für erfolgreiches Lernen. Sie ist die Voraussetzung für eine gesunde Entwicklung der Schüler_innen. Dabei geht es nicht schlechthin um mehr Sportunterricht, sondern um die Integration bewegter Lernmethoden in den Unterricht und die Schaffung einer bewegten Schul- und Lernatmosphäre.

2017 Lernen in BewegungSeit inzwischen zwei Schuljahren arbeitet am Dörpsweg eine Projektgruppe an der Umsetzung dieser Ziele. „Wir haben schon einiges erreicht“, freut sich Christiane Schwarzer, die im Lateinraum der Schule bereits eine Fülle bewegungsfördernder Möbel versammelt hat, auf denen die Schüler_innen beim Lernen und Üben wippen, balancieren und kippeln. Erst kürzlich kamen zusätzliche Schaukel- sowie Kniestühle hinzu.
Ein weiterer Raum, das Klassenzimmer einer nun 8. Klasse, konnte bereits mit einer Vielfalt besonderer Möbel ausgestattet werden: mit Pendelhockern, Gymnastikbällen, Luftkissen für dynamisches Sitzen auf herkömmlichen Stühlen, höhenverstell- und fahrbaren Drehstühlen sowie höhenverstellbaren Stühlen mit flexibel beweglicher Sitzfläche. „Es ist mit regelrechter Freude zu beobachten, welche Begeisterung allein dieses bewegte Sitzmobiliar bei unseren Schülerinnen und Schülern auslöst“, so Schwarzer, „es fördert die so bedeutsame, von innen her geleitete Motivation zum Lernen.“

Die Projektgruppe entwickelt beispielsweise den bereits vorliegenden Katalog geeigneter Bewegungselementen für verschiedene Unterrichtsfächer weiter. So werden nicht nur die halbhohen Taschenregale der Klassenräume als Stehpulte genutzt, um das ebenfalls variierbare Sitzen zu unterbrechen. Auch zahlreiche Bausteine bewegten Lernens sind im Methodencurriculum der Schule verankert. Und natürlich wird das Schulgelände außerhalb der Gebäude seit einigen Jahren im Sinne des Lernens in Bewegung schrittweise neu gestaltet. So erfreuen sich die Kletterspinne und die Slack-Line in jeder Pause und auch in so manchem Unterricht großer Beliebtheit sowohl bei jüngeren als auch bei älteren Schüler_innen. Weitere Bewegungselemente sind im Zuge der Schulhof-Neugestaltung geplant, die ihrerseits ganz sicher nicht nur in den Pausen genutzt werden.
Die Schulgemeinschaft des Gymnasiums Dörpsweg ist also in Bewegung gemäß unserer Überzeugung: Wachstum bedingt Bewegung und Bewegung Wachstum.

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