2018 KrabatRdDie Theaterkurse des Jahrgangs 12 zauberten mit „Krabat“ und dem  „Sommernachtstraum“ düstere und heitere Magie auf die Bühne.

Nachdem der Betteljunge Krabat auf der finsteren Mühle seine Lehre zum Müllerburschen aufgenommen hat, geschehen unheimliche Dinge. Die harte Arbeit wird plötzlich zum Kinderspiel, Krabat und die anderen Müllerburschen können eigentümliche Streiche spielen, und immer wieder erleidet einer der Lehrlinge einen tödlichen Unfall, der von den übrigen kommentarlos hingenommen wird. Eines darf Krabat keinesfalls: Er darf sich nicht verlieben und noch weniger darf sein geheimnisvoller Meister den Namen von Krabats Mädchen erfahren. 

Der Theaterkurs des S4 unter Leitung von Frau Rosenfeld präsentierte mit seiner Version des Jugendbuch-Klassikers geheimnisvolle und düstere Bilder von Krabats schwarzmagischer Ausbildung. Dafür hatten die Schüler_innen die Spielvorlage nach dem Roman von Ottfried Preußler in sinnliche und analytische Bestandteile zerlegt und um eigene Vorstellungen erweitert. So wurden etwa die Verwandlungen in Tiere teils tänzerisch, teils episch umgesetzt. Auch durch die Raumgestaltung, die Kostümwahl, den immer wieder kehrenden Rhythmus, vor allem aber die Spielfreude und Präzision der Schauspieler_innen gelang eine hohe Verdichtung von Stimmungen, mit denen der Kurs die Schlüsselszenen des Romans präsentierte.
Begeistertes Gruseln gab es im Publikum, etwa dem komplett versammelten 6. Jahrgang, der gespannt mit seinem Helden mitfieberte. 

2018 Sommernachtstraume Mt 2Einen weiteren Klassiker brachte der zweite Theaterkurs des S4 auf die Bühne. Die Schüler_innen des Jahrgangs 12 unter Leitung von Frau Mittag zogen mit Shakespeares „Sommernachtstraum“ das Publikum in den Bann eines Verwirrspiels der Liebe. Hermia liebt Lysander, Helena liebt Dimitrius. Dieser liebt aber auch Hermia. Gleich zwei Pucks freuen sich auf Zauberstreiche und lassen sich von Oberon, dem Oberelfen mit Macho-Allüren, herzlich wenig sagen. Die Elfenkönigin Titania möchte eigentlich nichts mehr von ihrem Ehemann Oberon wissen und kümmert sich lieber um ihren indischen Jungen, doch wird auch sie durch Magie zur Liebenden, die einen als Esel verkleideten Handwerker anhimmelt. Parallel dazu proben weitere Handwerker für ein Theaterstück. All diese Ereignisse führen zu einem lustigen Reigen während der sagenumwobenen Mittsommernacht. 

Dem Kurs gelang eine umwerfende Mischung aus magischen Momenten und komischen Effekten. So sorgte das präzise und witzige Spiel etwa der tumben Handwerker oder der sich zankenden Adeligen für viele Lacher. Zugleich schaffte die Inszenierung durch geschickte Musikauswahl, das raffinierte Lichtkonzept, zauberhafte Kostüme, besonders aber durch das originelle und differenzierte Spiel der Schüler_innen eine gekonnte Balance zwischen dem teils deftigen Humor und dem Schwebezustand des Feenwalds. 

Die Theatersaison hat gut begonnen. Weitere Kulturtermine des Dörpsweg finden Sie hier.

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