2018 Jufo alle KopieMit vielen Beiträgen war der Dörpsweg vertreten, darunter mit einem 1. Platz, der inzwischen sogar zu einem 1. Platz auf Landessebene wurde. Die Schule erhielt zudem den Schulpreis 2018. 

Acht Schülergruppen des Dörpsweg reichten in diesem Jahr naturwissenschaftliche Forschungsbeiträge ein, gleich fünf wurden mit Preisen geehrt – gleich neben den Räumlichkeiten des Fraunhofer IME ScreeningPort, in denen die Schüler_innen ihre Arbeiten zuvor präsentiert und Juryfragen beantwortet hatten. 

2018 Jufo 2 LisaEinen souveränen ersten Platz - inzwischen auch auf Landesebene - erreichte Lisa Hausdorf (9b) für ihre biologische Arbeit zum „Schneckenschleim als Alternative zu herkömmlichen Antibiotika“. Lisa hatte den Schleim verschiedener Schneckensorten auf Bakterienkulturen aufgetragen und beobachtet, inweiweit das Wachstum gehemmt wird. Ihr Ergebnis: Auf einige Kulturen hatte der Schleim durchaus eine antibiotische Wirkung. Besonderer Liebling ihrer Präsentation war die eigentlich würdevolle Achatschnecke „Schnecki“, die auch Wettbewerbskoordinatorin Dr. Anne Hegerfeldt ein Leuchten in die Augen trieb. Lisa wird nun den Dörpsweg auf Landesebene vertreten. Schon jetzt erhielt sie einen Sonderpreis des Fraunhofer ScreeningPort für wissenschaftliche Arbeiten. Lisa wird nun ihre Forschungen beim Jugend-Forscht-Bundeswettbewerb vertreten. Sie gehört damit schon jetzt zur Spitze der Nachwuchsfoscher_innen deutschlandweit.

Ausgezeichnet wurde beim Regionalentscheid auch die Arbeit von Antonia Lübbers, Cristina Legde, Elisa Schradieck (8b) über die "Verwandlung von Süß- in Salzwasserpflanzen" (Chemie): 3. PreisDie Schülerinnen hatten untersucht, ob Süßwasserpflanzen wie z.B. die Wasserpest eine allmähliche Eintragung von Salz verkraften und ob die Pflanzen sich bei Wasseraustausch regenieren können. Dabei stellten sie fest, dass Salz so schädlich ist, dass die Pflanzen sich auch bei Wasseraustausch kaum erholen konnten. So enthielt die Arbeit auch einen Appell für einen pfleglichen Umgang mit unserer Umwelt. 

Ebenfalls einen 3. Preis erhielt Liddy Schmeichel (8d) für ihre chemischen Forschungen zur Frage: "Welche Zahnpasta schäumt am meisten?" Angesichts der Vermutung, dass Schaum zur Reinigung beiträgt, war es interessant zu sehen, welche der vier untersuchten Marken die höchste Schaummenge im Mund hervorbringt. Woran genau das Schäumen liegt, wurde hingegen noch nicht geklärt und könnte Gegenstand weiterer Untersuchungen werden. 

Auch Shenja Courtial, Ana Petrovic, Hanna Mangat (8b) wurden mit einem 3. Preis geehrt. Sie waren der Frage nachgegangen, welches Eis am längsten schmeckt, und hatten das Schmelzverhalten jeweils verglichen. Dass Wassereis langsamer als Milchspeiseeis schmilzt, dürfte für Freunde der Materie eine relevante Nachricht sein. Die drei Nachwuchs-Forscherinnen vermuten einen Zusammenhang zwischen dem Schmelzverhalten und dem Fettgehalt. Weitere Experimente stehen aus. 

Ein weiterer 3. Preis ging an Darek Petersen, Louis Döblitz (8d) und Yannis Hartmann (8a) für einen Technikbeitrag. Die drei hatten ein Amphibienfahrzeug gebaut, welches auf dem Wasser aufschwimmt und aufgrund des starken Profils in den Reifen ohne Schraube angetrieben werden kann. Gelenkt wird über die unterschiedliche Drehgeschwindigkeit der Reifen auf der rechten bzw. linken Seite.

Einen Technikbeitrag hatte auch Jan Marbach (8c) mit Antworten auf die Frage eingereicht: "Verschwenden wir unnütz Energiepotential?" Hierfür hatte Jan ein Windrad aus einem alten Computerlüfter gebaut und vorgeschlagen, den Fahrtwind von Zügen entlang von Bahnstrecken abzugreifen, um Strom zu erzeugen. Inwieweit das Konzept weiter reift, wird die Zukunft zeigen. Schon jetzt bekam Jan neben seiner Urkunde ein Abo der „Bild der Wissenschaft“ sowie das Angebot, ein Praktikum bei „Save my Phone“ zu absolvieren.  

Ein mit Urkunden und Büchergutscheinen ausgezeichneter Beitrag stammt von Ahsan Arif, Deniz Yilmaz, Lasse Zahnleiter (8c). Sie hatten sich dem "Glibbi-Badespaß" gewidmet und herausgefunden, dass der im grünen Glibber enthaltene Superabsorber in alkalischen Lösungen schneller zu einem Gel wird als in neutralen Lösungen, wohingegen sich in sauren Lösungen gar kein Gel bildet. 

2018 Jufo SchulpreisMarvin Guderjahn (8d) und Thure Hoffmann (8c) schließlich hatten sich dem "Triops longicaudatus im Angesicht des Klimawandels" gewidmet. Anhand zwei der extra gezüchteten Urkrebse stellten sie fest, dass die Tierchchen bei wärmeren Temperaturen in der Tat größer wurden. Bei ihren ebenfalls mit einer Urkunde ausgezeichneten Forschungen wurden selbstverständlich sämtliche Tierschutzbestimmungen strengstens beachtet. 

Eine besondere Überraschung gab es zum Schluss der Ehrung: Dem Gymnasium Dörpsweg wurde der Jugend-forscht-Schulpreis zugesprochen, der mit 1000 Euro dotiert ist und dem weiteren wissenschaftlichen Arbeiten von Nachwuchsforscher_innen der Schule zugutekommt. In diesem Jahr hatten vier der erfolgreichen Beiträger_innen am Forscherkurs des Gymnasiums teilgenommen, drei von ihnen im Fachgebiet Chemie, einer im Bereich Technik. Im nächsten Schuljahr wird nun ein zweiter Forscherkurs eingerichtet.

 
 

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